Blogbeitrag | Wertschätzende Kommunikation: Senden Sie Ich-Botschaften!

Ich schätze den Wert, den jemand für mich als Mensch und als Kollege/Kollegin hat und zeige das in meiner Kommunikation. Ich werte den anderen als Schatz, den die Person durch seine Persönlichkeit, seine Erfahrung, sein Wissen, sein Dasein für mich darstellt.
Das ist – zugegeben – ein Idealzustand! Wir wünschen uns im Alltag oft mehr Respekt und Wohlwollen, mögen gern mit Wertschätzung behandelt werden und bemerken selbst nicht, wie wir mit einem kleinen Wort, einer Geste oder einem gutgemeinten Ratschlag das Gegenteil vermitteln.

Wie drückt sich wertschätzende Kommunikation aus?

  • Ich drücke niemandem meine Meinung auf, mache kenntlich, was meine Meinung, Haltung, Wahrnehmung, Einschätzung, Spekulation oder Gedanken sind.
  • Dies führt zu Respekt vor meinem Gesprächspartner und seiner Haltung
  • Ich nutze keine rhetorischen Tricks, werte den anderen nicht ab oder überschütte ihn mit Vorwürfen
  • Ich höre gut zu und lasse den anderen ausreden
  • Ich begegne dem anderen mit Wohlwollen, dies setze ich als Grundlage von Gesprächen voraus

Wozu soll das gut sein?

  • Eine respektvolle Haltung ist selbstverständlich im Arbeitsalltag – Mobbing kommt seltener vor.
  • Toleranz wird leichter – erst mal nachfragen um den anderen zu verstehen
  • Meine Aufmerksamkeit wird größer, ich höre öfter und besser zu
  • Jede/r Kollege/Kollegin erhält Aufmerksamkeit und positive Rückmeldung, meine Arbeit wird gesehen und geschätzt
  • Mein Sprachstil wirkt sich positiv auf meine eigene Laune und auf die meiner Kollegen/Kolleginnen aus
  • Konflikte werden schneller gelöst – Verständnis für die Sicht des Gesprächspartners ist Teil der alltäglichen Kommunikation

Dies ist ein guter Anfang und benötigt stete Aufmerksamkeit und beharrliches Üben im Alltag. Das klappt nicht in jeder Situation und ohne „Ausrutscher“. Aber wenn ich mir dessen bewusst bin und der nächste Tag wieder Gelegenheiten bietet, mich selbst positiv zu überraschen, habe ich für mich und auch meine Kolleginnen und Kollegen viel bewegt.
Mein Blick in die Welt: sehe ich die Lücken oder die Möglichkeit der Fülle dazwischen?
Kommunikation drückt aus, was mir wichtig ist und wie ich meine Welt wahrnehme. Darin zeigt sich, ob ich eher die Stärken und positiven Seiten eines Menschen wahrnehme, wohlwollend bin oder eher nach Fehlern und Schwächen suche. Es verändert sich Vieles, wenn ich meine „Ressourcen-Brille“ aufsetze und mehr von dem mache, was gut funktioniert. Probieren Sie es selbst aus und lassen Sie sich vom Ergebnis überraschen!


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