Blogbeitrag | Sechs Impulse für „gesundes“ Führen

Zentraler Einflussfaktor, um die Gesundheit aller Akteure im Unternehmen systematisch und nachhaltig zu stärken, ist die Führung. Ausgewählte Impulse Gesunder Führung sind:

Impuls 1: Sensibilität für die eigene Gesundheit
Gesund zu führen beginnt damit, dass sich Unternehmensleitung und Führungskräfte aktiv mit dem Thema Gesundheit auseinander setzen – nicht nur mit der Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch mit der eigenen. Dies ist auch eine Einladung, sich mit der eigenen Haltung zum Thema Krankheit auseinander zu setzen.

Impuls 2: Wertschätzung
Wertschätzung kostet nichts – und bringt so viel: Sie zaubert meiner Mitarbeiterin Frau Hauser ein Lächeln ins Gesicht. Viel mehr noch: Sie stärkt ihr Selbstvertrauen und ihr Rückgrat. Sie lässt ihre Motivation nachhaltig wachsen. Und Frau Hauser entwickelt Lust, sich weiterzuentwickeln. Wertschätzung ist eine oft unterschätzte Ressource.
Persönliche Wertschätzung lädt mich ein, den Blick für meine Mitarbeiterin zu schärfen. Je individueller und präziser ich meine Wertschätzung zeige, umso stärker entfaltet sie ihre Wirkung. Und Wertschätzung darf ich mir auch selbst entgegenbringen.

Impuls 3: Klarer Blick für die Aufgaben und Kompetenzen meiner Mitarbeiter
Herr Lochner legt im vertraulichen Coaching-Gespräch dar, dass er sich den veränderten Anforderungen nicht mehr gewachsen fühlt: neue Technologien, mit denen er sich schwer tut, erneut eine Umstrukturierung, ein neuer Chef, der für ihn mehr als anstrengend ist, etc.
Wir wissen, Herr Lochner ist kein Einzelfall. In Gesprächen unter vier Augen zeigt sich häufig, dass sich immer mehr Menschen den Anforderungen nicht mehr gewachsen fühlen, die an sie gestellt werden. Allerdings wird das zumeist nicht offen angesprochen. Darin liegt die besondere Brisanz dieses Themas: Die Kultur unserer Leistungsgesellschaft macht es speziell den Leistungsträgern schwer, Unzulänglichkeiten, Grenzen oder fehlende Kompetenzen zuzugeben. Viel zu viel Energie wird damit verbraucht, den Schein zu wahren.
Es gilt, die Kompetenzen jedes Mitarbeiters klar zu erkennen und gemeinsam mit ihm Lösungen und Perspektiven zu suchen. Wichtig: Der Mitarbeiter muss dabei jederzeit sein Gesicht wahren können.

Impuls 4: Gut ausgestattete Arbeitsplätze
Ergonomisch ausgestattete Arbeitsplätze sind eine wichtige Voraussetzung, um präventiv zu handeln. Das betrifft besonders Bereiche, in denen die Mitarbeiter körperlich besonders belastet sind, beispielsweise in der Produktion oder in der Pflege.

Impuls 5: Mut, Grenzen zu setzen
Gerade Führungskräften definieren sich sehr über ihre Leistung. Wenn sich ihr Körper mit Schmerzen, Schlaf- oder Befindlichkeitsstörungen meldet, dann ist das allerdings ein wichtiges Signal, achtsamer auf die eigenen Grenzen zu blicken. Und diese Grenzen klar und angemessen zu benennen.
In Unternehmen stellt sich zunehmend die Frage, welche Grenzen nach außen die Mitarbeiter schützen können, ohne dadurch die Marktfähigkeit des Unternehmens einzuschränken. Es ist ein Aspekt von Gesunder Führung, sich mit diesen Fragen aktiv auseinander zu setzen.

Impuls 6: Die individuelle Tankstelle
Wo tanken Sie auf? Was gibt Ihnen Kraft? Was macht Ihnen Freude, tut Ihnen gut? Und wie regelmäßig tanken Sie auf? Wie können Sie Ihre Mitarbeiter unterstützen, ihre individuelle Tankstelle nachhaltig zu pflegen?


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