Blogbeitrag | „Selbstmotivation – Wie Sie dauerhaft leistungsfähig bleiben“ von Reinhold Stritzelberger

Wer glaubt, seine Motivation wäre von äußeren Umständen abhängig, irrt. Die Art und Weise, wie wir denken, motiviert uns tausendfach mehr als jede Gehaltserhöhung – vor allem langfristig. Und das lässt sich steuern. Doch laut der renommierten Gallup-Studie arbeitet in Deutschland nur rund jeder zehnte Mitarbeiter überdurchschnittlich engagiert. Die anderen haben mehr oder minder die Lust verloren. Wie also schaffen wir es, jeden Morgen frisch und gut gelaunt zur Arbeit zu gehen und jeden Abend das Gefühl zu haben „es war ein guter Tag für mich, es hat sich gelohnt“ – geht das überhaupt? Noch dazu ein Leben lang? Seit über 15 Jahren widme ich mein Leben genau diesem Thema: Wie schaffen es Menschen, sich dauerhaft für das zu motivieren, was ihnen selbst wichtig ist? Dass das funktioniert, zeigen zahlreiche Beispiele. Wie das für den Einzelnen gehen kann – dazu habe ich ein ebenso tiefgründiges wie facettenreiches Seminarkonzept entworfen und über die Jahre verfeinert. Ziel ist es, unsere Selbstmotivation auf einem kontinuierlich hohen Niveau halten zu können. Dies lässt sich gezielt trainieren, vergleichbar mit dem Erlernen eines Instruments oder einer Sportart. Denn dauerhafte Selbstmotivation muss man sich erarbeiten, weit ab von Tschaka-Parolen und „Glückskeks“-Sprüchen. Es handelt sich um einen Prozess, durch den wir in vielen kleinen Schritten und mit wissenschaftlichen Methoden unser Denken dauerhaft verändern. Der Prozess beginnt zunächst einmal mit Aufräumarbeiten im Kopf, indem man drei typische Denkfehler über Bord wirft.

Denkfehler Nr. 1: Ich lass mich mal motivieren!

Es sind widrige äußere Umstände, das Team, der Lieferant, die Kunden oder der Lebenspartner – „da kann ich doch gar nicht motiviert sein!“ Fast schon ein Reflex, andere für sein (Nicht-)Wohlergehen verantwortlich zu machen. Eine echte Denkfalle für die Selbstmotivation, wissen Psychologen. Denn wer sich das Gefühl bewahrt, er könne etwas ändern, dem geht es viel besser als dem, der glaubt, ohnmächtig der Situation ausgeliefert zu sein. Übrigens ganz unabhängig davon, was „wahr“ ist.

Denkfehler Nr. 2: Denen zahle ich es heim!

Unrecht, das einem widerfährt, möchte man vergelten. Soziologen bezeichnen dies als Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit. Schmälere ich aber meine Leistungen, sinkt gleichzeitig meine Selbstmotivation. Denn Leistung stärkt die Selbstachtung, die so genannte Ich-Stärke. Damit ist die eigene Leistung ein wichtiger Beitrag zum Selbstvertrauen und Wohlbefinden. Übrigens ganz unabhängig davon, was „gerecht“ ist.

Denkfehler Nr. 3: Ich muss nur positiv denken!

Der Lohn des rein positiven Denkens ist: Fortsetzung Titelstory nichts! Denn positives Denken allein ist passives Denken. Es kann sogar schaden, wie psychologische Forschungen belegen. Denn es suggeriert, dass man „nur“ fest genug an den Erfolg glauben müsse, ohne sich groß anzustrengen. Ein echter Dämpfer für die Selbstmotivation. Statt selbst aktiv zu werden, überlässt man die Veränderungen der Umstände schlicht anderen, etwa hilfreichen Menschen oder dem Universum. Dabei besagt bereits ein altes arabisches Sprichwort: „Vertraue auf Gott, aber binde dein Kamel an.“ Eine weitere Methode von vielen, um langfristig ein hohes Motivationsniveau halten zu können, lautet: Filterwechsel durch Zielvorgabe. Die moderne Neurowissenschaft belegt, dass Menschen einen Filter im Gehirn tragen, der bestimmte Eindrücke durchlässt und andere nicht. Was nicht zur individuellen Überzeugung und scheinbarem Wissen passt, wird vom Filter sorgfältig aussortiert. Dass sich dieser Filter im eigenen Sinne steuern lässt, fast wie der Fokus einer Kamera, wissen die wenigsten. Ein nächster Schritt wäre das „engagierte Denken“. Die zentrale Frage dieser Methode lautet: „Was kann ich tun?“ Statt problemfokussiert und frustriert zuzuschauen, kann man selbstinitiativ Lösungen in die Wege leiten und Verantwortung übernehmen. Damit Selbstmotivation nicht in Selbstüberforderung endet, gilt es, Dringendes von wirklich Wichtigem zu unterscheiden. Das schafft Orientierung und Vertrauen in einen selbst und strahlt auf das gesamte Team aus. In meinen Confidos-Trainings und mit dem TaschenGuide „Selbstmotivation – Wie Sie dauerhaft leistungsfähig bleiben“ lernen Sie Schritt für Schritt neue Kraft zu schöpfen und die Freude an der Arbeit aufzufrischen.

„Plane nicht den Erfolg, plane Deine Selbstmotivation.“

Autor: Reinhold Stritzelberger
Selbstmotivation – Wie Sie dauerhaft leistungsfähig bleiben.


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